Ist die Inflation gekommen, um zu bleiben?

Mit der Infaltion versteht es sich wie mit einer Ketchupflasche. Ist sie einmal ausgetreten, ist es schwer sie wieder einzufangen.  Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wird auch bei uns ankommen und seine Spuren hinterlassen. Der krieg schiebt die Inflation weiter an. Wir stehen vor großen humanitären Herausforderungen. Die Rohstoffpreise für beispielsweise Kraftstoffe, Flüssiggas und Heizöl haben sich teilweise um 20 bis 40 Prozent verteuert. Um die Preissteigerung einzudämpfen hat die Regierung bereits die ersten nationalen Ölreserven freigegeben. Inflationsraten von 5 bis 10 Prozent in den nächsten Jahren sind durch aus möglich. Die Rufe nach Zinserhöhungen durch die EZB werden

Rezession: Dunkle Zeiten für Europa

Während des nun bereits seit zwei Wochen andauernden Krieg in der Ukraine erreichen uns täglich neue schreckliche Bilder. Inzwischen sind bereits 1,5 Mio. Ukrainer auf der Flucht. Das russische Militär verfolgt eine Belagerung der Städte, sprich eine Aushungerungsstrategie, bei gleichzeitig gezielter Bombardierung auf die Zivilbevölkerung. Das größte Menschheitsverbrechen seit dem zweiten Weltkrieg. Dieser Krieg trifft Europa auch ökonomisch. Eine Rezession ist inzwischen nicht mehr auszuschließen.   Dafür gibt es mehrere Gründe.   Zum einen sind es die steigenden Energiepreise, die die Nachfrage der Haushalte schwächen und die Unternehmen können ihre Produktionskosten nicht mehr so einfach an ihre Kunden weitergeben. Das

Putins Krieg und deine Geldanlage

Nun hat es sich bestätigt, was viele Leute vorhergesagt haben. Ein barbarischer Angriffskrieg russischer Truppen auf die Ukraine. Putin will nach Lenin und Stalin sein Eintrag in die Geschichtsbücher und strebt nach einem neuen Sowjet-Imperium. Durch den Einmarsch in die Ukraine will Putin seine Macht ausspielen und Grenzen nach außen verschieben. Es herrscht nur zwei Flugstunden von uns entfernt ein Krieg, was wir uns seit fast acht Jahrzehnten nicht mehr haben vorstellen können und wollen: Krieg in Europa, Krieg im unmittelbaren Umfeld unserer Vorstellung einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und eines europäischen Wertesystems. Die ganze Welt schaut besorgt auf die Ereignisse in

Inflation, Omikron und China

„Inflation hatten wir 10 Jahre nicht gehabt, da sehen wir kein Risiko. Das wird immer überbewertet.“ Diesen Satz haben wir in den letzten Jahren immer häufiger gehört. Aber ist diese Situation heute eine andere? Der Stimulus der Staaten und Notenbanken wird so langsam, aber sicher zurückgefahren. Die Fiskalpolitik bleibt unterstützend, aber weniger expansiv. Die Programme sind weiterhin da. Der Effekt lässt aber nach. US-Präsident Joe Biden hat ein weiteres überparteiliche Programm durch den Senat gebracht, welches vorsieht, in den nächsten Jahren 550 Milliarden USD in Infrastruktur zu investieren. Die großen Sozialprogramme in den USA beginnen auszulaufen. In Europa haben wir

Schutz in rauen Zeiten für dein Geld!

In den Medien verbreiten sich immer häufiger News vom negativen Ausmaß. Die Stagflation geht um, explodierende Energiepreise, Lieferengpässe, nachlassende Wachstumsdynamik bis hin zur Ausbreitung der Delta Variante und der nächsten Welle. Man könnte meinen: gute Nacht arme Welt. Doch ist die Situation wirklich so negativ? Halten wir zunächst einmal fest, der Höhepunkt des Wirtschaftswachstums wurde überschritten. Die Angebotsdefizite beispielsweise bei Halbleiter oder der Chipindustrie scheinen eher ein temporär auftretendes Problem zu sein. Hohe Lieferzeiten bremsen aktuell den Konsum und das Wirtschaftswachstum. Blicken wir in die großen Volkswirtschaften der USA, Großbritannien oder der EU stellen wir bei den privaten Haushalten fest,

Bundestagswahl aus Investorensicht

Die Ära Angela Merkel geht nach 16 Jahren Amtszeit zu Ende. Noch nie war das Rennen um die Bundestagswahlen so spannend. Glaubt man den aktuellen Umfragen, liegen die Lager aus CDU/CSU, Grüne und SPD sehr eng beieinander. Eine sogenannte „Jamaica-Koalition“ aus „CDU/CSU, Grüne und FDP“ wäre denkbar. Ebenso aber auch eine „Ampel-Koalition“ aus SPD-Grüne-FDP.   Aus Finanzmarktsicht ist aber wichtig zu wissen, dass diese Bundestagswahl bei aller Konsensfähigkeit in der politischen Mitte eine sehr bedeutende werden könnte. So ist für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes nicht nur die Höhe der Unternehmenssteuersätze relevant, sondern auch, wie die Bekämpfung des Klimawandels für deutsche Unternehmen

Marktausblick 2021

    Durch die Corona-Pandemie hat sich die Welt in diesem Jahr fundamental sehr verändert. Nicht nur ökonomisch, sondern auch, wenn man ein Blick auf den medizinischen Aspekt wirft. Das Jahr 2020 ist ein historisches Jahr an das sich noch viele in einigen Jahren erinnern werden. Das Covid-19 Virus ist die größte gesundheitliche und wirtschaftliche Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Wir stehen vor einer Neuordnung der Kapitalmärkte. Die Corona-Pandemie beschleunigt tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Wir sehen bereits die ersten großen Umwälzungen in Bezug auf Nachhaltigkeit, bei sozialen Ungleichheiten, in der geopolitischen Lage und im makropolitischen Umfeld.

Folgt jetzt die Inflation oder Deflation?

Die Welt steckt in einer globalen Rezession. Die Notenbanken und Staaten haben die Märkte massiv mit Geld geflutet wie noch nie zu vor in der Geschichte. Milliarden wurden in Rettungspakete investiert, um gegen die Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Die Geldmenge steigt massiv an: Mit einer steigenden Geldmenge, geht in der Regel auch eine nahende Inflation einher. Aktuell liegt die Inflationsrate in Deutschland laut Statistiken bei 0,6 Prozent. Die Inflation hängt maßgeblich von den Energiepreisen ab. Der Ölpreis-Kollaps führte zu einem historischen Einbruch und ließ den wichtigsten Energierohstoff auf niedrigem Niveau beharren. Der Lock-Down und die Ausgangsperren sorgten regelrecht für

Die Börse feiert, als hätte es den Shutdown nie gegeben

Sie wetten klar auf eine schnelle Erholung. Die Finanzmärkte gehen von sehr vielen guten Nachrichten aus. Im Moment rechnen die Märkte damit, dass die Beschränkungen in der Corona-Krise aufgehoben werden, es zu keiner zweiten oder dritten Welle der Pandemie komme und Mittel gegen die Krankheit gefunden würden.   Dabei wird die wirtschaftliche Erholung Monate, wenn nicht sogar Jahre benötigen. Vielleicht ist die Kursexplosion der Auftakt zur nächsten Korrektur innerhalb der Corona-Krise.   Es ist in Worten nur so zu erklären: Die Lockerungsmaßnahmen sorgen dafür, dass die Wirtschaft gerade erst anfängt, sich aus der Corona-Starre zu befreien. Seit seinem Tief Mitte

Marktausblick 2020

Geht die Rally weiter? Auf den ersten Blick scheint nicht viel für Aktien zu sprechen in einer Welt, die immer irrer daherkommt. Aber die wirtschaftliche Lage ist besser als sie oft dargestellt wird. Die Zinsen bleiben weiterhin niedrig. Deswegen gibt es zu Aktien zunächst einmal keine Alternativen. Von daher sollte man weiterhin investiert bleiben.   2020 richtet sich der Fokus auf Unternehmensgewinne und das Weltwirtschaftswachstum, welches höher ausfallen wird als 2019. Man gehe von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,2% aus. In den Industrieländern prognostiziert man 1,7%. Fiskalische und monetäre Impulse dürften Chinas Konjunktur weiter ankurbeln und das globale Wachstum stützen.

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