Marktausblick

Marktausblick 2022

Kein Tag vergeht und die aktuelle Lage ändert sich fast täglich durch neue Ereignisse. Die EZB tritt dem „Jumbo Rate-Hike Club“ bei, also Notenbanken, die um 75 Basispunkte Ihre Leitzinsen erhöhen, zu der inzwischen auch die EZB gehört. Die größte Leitzinsanhebung der Geschichte war ein klares Signal der EZB. Dies hat in den letzten Wochen an den Anleihenmärkten natürlich auch zu beeindruckenden Renditen beigetragen. Betrachten wir die Zinskurve der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe, sehen wir, dass die Zinskurve sich innerhalb von einem Monat, extrem nach oben verschoben hat. Im Gegensatz zu den USA ist die Kurve aufwärtsgerichtet. In den USA sehen wir eine inverse Zinsstrukturkurve. Die Zinsen für Anleihen mit kurzer Laufzeit liegen bei knapp 3,5% und bei den zehnjährigen US-Anleihen bei 3,3%. Damit ist das Rezessionsrisiko einmal deutlicher denn je signalisiert. Sollte China öffnen und wir mehr Gewissheit bei den Gaslieferungen haben, wird sich die Lage wieder schnell entspannen. Dazu würde ein Ende des Ukraine-Konfliktes ebenfalls dazu beitragen.

Status Quo...
  • BIP Prognose für 2022: 3,6% (Konsens)
  • Hohe Zinsen und geringere Liquidität
  • Preisdruck
  • Arbeitslosenquote sehr niedrig
  • Hohe Inflation
  • Vorsprung gegenüber Asien / Schwellenländer nicht dauerhaft haltbar

Starkes Aufholpotenzial
  • Stärker belastet als USA
  • Niedrig bewertet
  • Hohe Inflation
  • Schwache Währung
  • Beeinträchtigt durch globale Faktoren (Beziehung zu Russland, Energiekosten, Abkühlung in China)

Hohe Ungewissheit
  • Niedrigeres Wachstum,
  • Coronakrise hat GB stark getroffen
  • Brexit bereitet große Probleme

Aktienmarkt wird unterschätzt
  • Größtes Konjunkturpaket aller Zeiten
  • Fiskalische Maßnahmen
  • starke Unterbewertung
  • BoJ hält an ultralockerer Geldpolitik fest
  • Niedrige Kursbewertungen + Aktienrückkäufe
  • TOPIX seit 30 Jahren wieder All Time High

China beschränkt Big Tech
  • BIP Prognose für 2022: 5,2% (Konsens)
  • Selbstverschuldete Verlangsamung
  • Corona-Lockdown stresst Lieferketten
  • Starke politische Regulierungen, um übermäßige Ungleichheit zu verhindern
  • Abstraffung der Tech Werte
  • Verdreifachung der Investition in Forschung und Entwicklung in den letzten 20 Jahren

Champions der Zukunft!
  • Hohe Wachstumerwartungen
  • 40% Anteil am weltweiten BIP
  • Währungen stark abgewertet
  • Niedrige Bewertung der Emerging Markets
  • Großes Aufholpotenzial
  • Attraktive Dividenden
  • Starke Bilanzen
  • Impulse für Wachstum

Es ist ein Gebot der Fairness,
dass alle Menschen,
die in der Volkswirtschaft leben und arbeiten,
auch das Recht haben müssen,
an den Gewinnen der Volkswirtschaft zu partizipieren.

Diese Faktoren werden die Menschheit, sowie die Wirtschafts- und Finanzwelt in den nächsten Jahrzehnten massiv beeinflussen:

Demografie

Um etwa 157 Menschen pro Minute, nahezu 10.000 pro Stunde, knapp 230.000 pro Tag – so schnell wuchs die Weltbevölkerung 2017. Und sie wächst schneller als angenommen: Die Prognosen der Vereinten Nationen (UN) wurden zuletzt nach oben korrigiert. Bis zum Jahr 2100 leben voraussichtlich 11,2 Milliarden Menschen auf unserer Erde. „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit“

Globalisierung

Die Globalisierung prägt Wirtschaft, Politik, Kultur und Umwelt. Sie hat den Planeten grundlegend verändert. Sie macht uns frei und sorgt für Wohlstand. Jeder Mensch muss das Recht auf Teilhabe und Perspektive durch die prosperierende Weltwirtschaft haben. In der Globalisierung liegen aussichtsreiche Investitionschancen für den eigenen Vermögensaufbau.

“Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit”

Globale Konvergenz

Die globale Vernetzung der letzten Jahrzehnte führt zur wirtschaftlichen Annäherung der aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländer an die alten Industrienationen. Dadurch entsteht eine neue globale Mittelschicht. Der soziale Aufstieg in diesen Ländern führt zu einem veränderten Konsumverhalten der Menschen. Ein Lebensstil nach westlichem Vorbild  auf der ganzen Welt ist die Folge.

“Jeder Mensch muss das Recht auf die Chance zu persönlicher Entwicklung und wirtschaftlichem Aufstieg haben”

Klimawandel

Die globale Erderwärmung trug als Resultat des Wachstums von Bevölkerung, Industrie und Konsum in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei. Jedoch sind der Ressourcenverbrauch und die CO2 Emission von uns in den Industriestaaten weitaus größer. Noch ist der Lebensstandard auf der Welt unterschiedlich hoch und energieaufwendig. Doch was passiert, wenn alle Menschen auf der Welt den ökologischen Fußabdruck hätten wie wir in Deutschland? Wir bräuchten bereits heute drei Erdkugeln.

„Jeder Mensch muss das Recht auf ein Leben in einer intakten Umwelt haben“

Globale Finanzsysteme

Die Menschen verlieren angesichts der Komplexität unseres heutigen Finanzsystems den Überblick. Die Intransparenz hat eine große Verunsicherung zur Folge. In Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen bieten Sachwerte Schutz für Vermögen jeder Größenordnung. Sachwerte sind die einzigen verlässlichen Wertspeicher. Ihr Geldwert – oder ihr Buchwert – mag schwanken. Aber völlig wertlos können Sachwerte niemals werden.

“Jeder Mensch muss das Recht auf den nachhaltigen Aufbau und die Sicherung seines Vermögens haben”

Wie geht es 2022 weiter?

Die Kosten für Gas und Strom werden weiterhin hoch bleiben. Das Risiko, dass über den Winter viele Unternehmen in die Insolvenz gehen, dass Arbeitsplätze verloren gehen und die Kaufkraft der Verbraucher weiterhin erodiert wird, durch hohe Energiepreise, das ist sehr hoch. Selbst wenn wir erfolgreiche Meldung von der Front bekommen, dass die ukrainische Armee Teile des Landes zurückerobert. Ein zeitnahes Ende des Krieges ist wohl eher unwahrscheinlich. Selbst wenn es so wäre, dann dürften die wirtschaftlichen Folgen noch eine ganze Weile zu spüren sein.

Gerade weil die Schwere der Abschwächung noch nicht voll absehbar und auch in offiziellen Prognosen kaum ernsthaft abgebildet ist, könnte sich der Ausblick für Aktienanleger in Europa zunächst noch weiter eintrüben.

Massive Veränderung

Die Staaten werden versuchen ihre Produktion verstärkt ins Inland zu verlegen, um die Abhängigkeit von Lieferketten aus dem Ausland zu vermindern. Die Globalisierung wird in einzelnen Bereichen zurückgedreht werden.

Der Onlinehandel boomt nun umso stärker, während der stationäre Einzelhandel weiter abschwächen wird. Viele Menschen neigen zum online Shoppen und digitalen bezahlen. Der stationäre Einzelhandel verliert weiter an Boden, Insolvenzen werden durch Rettungskredite oft nur aufgeschoben. Das Mietniveau von Geschäftsimmobilien geht zurück, da das Homeoffice sich als kostengünstigere Alternative durchgesetzt hat. Auch das Freizeitverhalten wird verstärkt online stattfinden. Weniger Massen Veranstaltungen, mehr Online-Gaming.

Coronakrise

Vor zwei Jahren erschütterte das Coronavirus die Welt, wo niemand wusste wie schlimm es noch wird. Erleben wir eine zweite spanische Grippe?

 Nach einem weltweiten Lockdown und zahlreichen Einschränkungen sind nun mittlerweile zwei Jahre vergangen. Krise vorbei? Fehlanzeige! Noch heute wirken die Auswirkungen der Coronakrise nach. Dazu erleben wir den Krieg in der Ukraine, der ebenfalls dazu beiträgt, dass die Lieferketten gestört, teilweise zerstört werden. China hält an seiner Zero-Covid Strategie fest und befindet sich hin und wieder ebenfalls in einem Lockdown. Nun kommen noch die Notenbanken ins Spiel, die mit ihrer restriktiven Geldpolitik neue Ängste schüren.

 

Notenbanken - Geldpolitik

Die EZB tritt dem „Jumbo Rate-Hike Club“ bei, also Notenbanken, die um 75 Basispunkte Ihre Leitzinsen erhöhen, zu der inzwischen auch die EZB gehört. Was man vor einiger Zeit für nicht möglich gehalten hätte, ist jetzt Realität geworden. Die größte Leitzinsanhebung der Geschichte war ein klares Signal der EZB. Dennoch liegen Sie noch weit unter dem Zinsniveau der amerikanische Fed. Damit fühlt sich die EZB als getrieben von der Inflation. Weitere Zinsanhebungen sind laut EZB-Chefin Christine Lagarde nötig. Wir können also davon ausgehen, dass am 27. Oktober und 15. Dezember weitere, möglicherweise substanzielle Zinsschritte folgen werden. Der Repo-Satz könnte zum Jahresende bei 2,5% stehen.

Die Inflation kehrt zurück. Die Liquiditätsschwemmme der Fiskal- und Geldpolitik
trifft auf durch die Wirtschaftskrise geschrumpfte Kapazitäten. Die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten aus dem Ausland kehrt die Kostenvorteile der Globalisierung teilweise um und erhöht die Produktionskosten der betroffenen Güter. Dies könnte mittelfristig zu steigenden Konsumentenpreisen führen.

Es hat noch nie eine Geldmengenausweitung ohne Inflation gegeben. Langfristig kann man mit zweistelligen Inflationraten rechnen. Die Modern Monetary Theory treibt uns immer tiefer in die Verschuldung. Das wirkt inflationstreibend.

Derzeit können die Bürger kaum Geld ausgeben. Die Inflation errechnet sich nicht nur nach Geldmenge, sondern auch nach Umlaufgeschwindigkeit. Und die ist aktuell sehr gering.

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