Marktausblick

Marktausblick 2022

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine sorgt täglich für scheckliche Bilder. Tausende Menschen haben bereits ihr Leben Opfern müssen. Die täglichen Nachrichten sorgen für große Verunsicherung an den Märkten. Die westlichen Sanktionen sorgen außerdem dafür, dass Lebensmittel und Energiepreise stark anziehen. Wir stehen vor großen humanitären Herausforderungen. Die Rohstoffpreise für beispielsweise Kraftstoffe, Flüssiggas und Heizöl haben sich teilweise um 20 bis 40 Prozent verteuert.  Wir können alle nur hoffen, dass dieser sinnlose Krieg so schnell wie möglich endet und somit zahlreichen Menschen das Leben rettet und auch die zunehmende Energiepreisspirale ein Ende findet. Die amerikanische Notenbank Fed reduziert die monatlichen Anleihekäufe im Umfang von 120 Milliarden USD! 13 Zinserhöhungen sind seitens der Fed bis 2023 geplant. Investoren gehen mittlerweile davon aus, dass die Zinssätze im Jahr 2022 um mindestens 150 Basispunkte angehoben werden Anleihenrenditen sollten leicht ansteigen. US Investment-Grade Unternehmensanleihen & Schwellen- länderanleihen in lokalen Währungen bevorzugt. EZB Kaufprogramm unterstützt Euro High Yields. Value sollte Growth outperformen. Geldpolitik bleibt großer Antreiber der Aktienmärkte!

Status Quo...
  • BIP Prognose für 2022: 3,6% (Konsens)
  • Hohe Zinsen und geringere Liquidität
  • Preisdruck
  • Arbeitslosenquote sehr niedrig
  • Hohe Inflation
  • Vorsprung gegenüber Asien / Schwellenländer nicht dauerhaft haltbar

Starkes Aufholpotenzial
  • Stärker belastet als USA
  • Niedrig bewertet
  • Steigende Inflation
  • Unterstützung durch Konjunkturpakete
  • Beeinträchtigt durch globale Faktoren (Beziehung zu Russland, Energiekosten, Abkühlung in China)

Hohe Ungewissheit
  • Niedrigeres Wachstum,
  • Coronakrise hat GB stark getroffen
  • Brexit bereitet große Probleme

Aktienmarkt wird unterschätzt
  • Größtes Konjunkturpaket aller Zeiten
  • Fiskalische Maßnahmen
  • starke Unterbewertung
  • BoJ hält an ultralockerer Geldpolitik fest
  • Niedrige Kursbewertungen + Aktienrückkäufe
  • TOPIX seit 30 Jahren wieder All Time High

China beschränkt Big Tech
  • BIP Prognose für 2022: 5,2% (Konsens)
  • Selbstverschuldete Verlangsamung
  • Corona-Lockdown stresst Lieferketten
  • Starke politische Regulierungen, um übermäßige Ungleichheit zu verhindern
  • Abstraffung der Tech Werte
  • Verdreifachung der Investition in Forschung und Entwicklung in den letzten 20 Jahren

Champions der Zukunft!
  • Hohe Wachstumerwartungen
  • 40% Anteil am weltweiten BIP
  • Währungen stark abgewertet
  • Niedrige Bewertung der Emerging Markets
  • Großes Aufholpotenzial
  • Attraktive Dividenden
  • Starke Bilanzen
  • Impulse für Wachstum

Es ist ein Gebot der Fairness,
dass alle Menschen,
die in der Volkswirtschaft leben und arbeiten,
auch das Recht haben müssen,
an den Gewinnen der Volkswirtschaft zu partizipieren.

Diese Faktoren werden die Menschheit, sowie die Wirtschafts- und Finanzwelt in den nächsten Jahrzehnten massiv beeinflussen:

Demografie

Um etwa 157 Menschen pro Minute, nahezu 10.000 pro Stunde, knapp 230.000 pro Tag – so schnell wuchs die Weltbevölkerung 2017. Und sie wächst schneller als angenommen: Die Prognosen der Vereinten Nationen (UN) wurden zuletzt nach oben korrigiert. Bis zum Jahr 2100 leben voraussichtlich 11,2 Milliarden Menschen auf unserer Erde. „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit“

Globalisierung

Die Globalisierung prägt Wirtschaft, Politik, Kultur und Umwelt. Sie hat den Planeten grundlegend verändert. Sie macht uns frei und sorgt für Wohlstand. Jeder Mensch muss das Recht auf Teilhabe und Perspektive durch die prosperierende Weltwirtschaft haben. In der Globalisierung liegen aussichtsreiche Investitionschancen für den eigenen Vermögensaufbau.

“Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit”

Globale Konvergenz

Die globale Vernetzung der letzten Jahrzehnte führt zur wirtschaftlichen Annäherung der aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländer an die alten Industrienationen. Dadurch entsteht eine neue globale Mittelschicht. Der soziale Aufstieg in diesen Ländern führt zu einem veränderten Konsumverhalten der Menschen. Ein Lebensstil nach westlichem Vorbild  auf der ganzen Welt ist die Folge.

“Jeder Mensch muss das Recht auf die Chance zu persönlicher Entwicklung und wirtschaftlichem Aufstieg haben”

Klimawandel

Die globale Erderwärmung trug als Resultat des Wachstums von Bevölkerung, Industrie und Konsum in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei. Jedoch sind der Ressourcenverbrauch und die CO2 Emission von uns in den Industriestaaten weitaus größer. Noch ist der Lebensstandard auf der Welt unterschiedlich hoch und energieaufwendig. Doch was passiert, wenn alle Menschen auf der Welt den ökologischen Fußabdruck hätten wie wir in Deutschland? Wir bräuchten bereits heute drei Erdkugeln.

„Jeder Mensch muss das Recht auf ein Leben in einer intakten Umwelt haben“

Globale Finanzsysteme

Die Menschen verlieren angesichts der Komplexität unseres heutigen Finanzsystems den Überblick. Die Intransparenz hat eine große Verunsicherung zur Folge. In Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen bieten Sachwerte Schutz für Vermögen jeder Größenordnung. Sachwerte sind die einzigen verlässlichen Wertspeicher. Ihr Geldwert – oder ihr Buchwert – mag schwanken. Aber völlig wertlos können Sachwerte niemals werden.

“Jeder Mensch muss das Recht auf den nachhaltigen Aufbau und die Sicherung seines Vermögens haben”

Wie geht es 2022 weiter?

Die Zinsen bleiben weiterhin niedrig. Deswegen gibt es zu Aktien zunächst einmal keine Alternativen.

Drei wesentliche Säulen spielen aktuell die Musik an den Märkten: Inflationssorgen, Zinsängste, Omikron-Variante und der Ukraine-Konflikt.

Die Weltwirtschaft dürfte nach der Schätzung des IWF in diesem Jahr um 2,1% schrumpfen.

Höchste Inflationsrate seit Wiedervereinigung erwartet

Massive Veränderung

Die Staaten werden versuchen ihre Produktion verstärkt ins Inland zu verlegen, um die Abhängigkeit von Lieferketten aus dem Ausland zu vermindern. Die Globalisierung wird in einzelnen Bereichen zurückgedreht werden.

Der Onlinehandel boomt nun umso stärker, während der stationäre Einzelhandel weiter abschwächen wird. Viele Menschen neigen zum online Shoppen und digitalen bezahlen. Der stationäre Einzelhandel verliert weiter an Boden, Insolvenzen werden durch Rettungskredite oft nur aufgeschoben. Das Mietniveau von Geschäftsimmobilien geht zurück, da das Homeoffice sich als kostengünstigere Alternative durchgesetzt hat. Auch das Freizeitverhalten wird verstärkt online stattfinden. Weniger Massen Veranstaltungen, mehr Online-Gaming.

Coronakrise

Die Omikron Variante wütet in China. So dass es dort Regional zu einem Teillockdown kommt. Aber es gibt auch Chancen. Die Digitalisierung gewinnt nun auch in Europa an Bedeutung und könnte einen neuen Wachstumsschub auslösen. Sie erhöht die Effizienz, trägt zum Klimaschutz bei und eröffnet neue Chancen für Unternehmen und Menschen. Auch andere Sektoren, wie Diagnostik, Medizintechnologie und Pharmazeutik dürften profitieren.

Die Krise hat für Staat und Bürger sicherlich auch ihre Lehren gezogen. Unternehmen und Privatpersonen werden nun verstärkt die Bedeutung von Rücklagen zur Kenntnis genommen haben. Die Anschaffung von wirtschaftlichen Gütern könnte sich weiter aufschieben, aufgrund von Unsicherheit.

Notenbanken - Geldpolitik

Das Fazit für die Notenbanken lautet, dass die Zentralbanken für immer dazu verdammt sind, die Zinsen tief zu halten. Nur so lässt sich die Schuldenlast der Staaten im erträglichen Maß halten. Die Notenbanken werden als Retter und Investoren der letzten Instanz gezwungen, alles zu tun, um einen Kollaps des Finanzsystems zu vermeiden.

Die Inflation kehrt zurück. Die Liquiditätsschwemmme der Fiskal- und Geldpolitik
trifft auf durch die Wirtschaftskrise geschrumpfte Kapazitäten. Die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten aus dem Ausland kehrt die Kostenvorteile der Globalisierung teilweise um und erhöht die Produktionskosten der betroffenen Güter. Dies könnte mittelfristig zu steigenden Konsumentenpreisen führen.

Es hat noch nie eine Geldmengenausweitung ohne Inflation gegeben. Langfristig kann man mit zweistelligen Inflationraten rechnen. Die Modern Monetary Theory treibt uns immer tiefer in die Verschuldung. Das wirkt inflationstreibend.

Derzeit können die Bürger kaum Geld ausgeben. Die Inflation errechnet sich nicht nur nach Geldmenge, sondern auch nach Umlaufgeschwindigkeit. Und die ist aktuell sehr gering.

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